04
11
2018
Wordpress in 5 kleinen Schritten bis zu 80% schneller machen

WordPress bis zu 80% schneller machen [5 einfache Schritte zum nachmachen]

Einer der großen Punkte mit denen wir uns zur Suchmaschinenoptimierung von WordPress-Seiten beschäftigen ist die Geschwindigkeit. Google priorisiert Webseiten mit schneller Reaktionszeit also sollte das in diesem Beitrag unser Tagesziel sein. An der folgenden Grafik sieht man sehr gut, was wir mithilfe dieses Beitrages tatsächlich an Ladezeiten einsparen konnten und welche Punkte ausschlaggebend sind.

JESSE WIEBE Fotografie & Film Resultat der Optimierungen

Vielen Dank an Jesse Wiebe | Fotografie & Film, auf seiner Webseite haben wir die unten genannten Punkte durchgeführt und zeigen, wie sich auch eure Ladezeit signifikant reduzieren lässt.

Hier ein paar Informationen zu unserem Nutzerverhalten und warum Webseitengeschwindigkeit so verdammt wichtig ist:

INFOGRAFIK: WordPress schneller machen: Resultate von schlechter WordPress Seitengeschwindigkeit

Infografik: Aufmerksamkeit von Webseiten-Besuchern

Um unsere WordPress Webseite blitzschnell zu bekommen, beachten wir folgende 4 Punkte:

  1. Server und PHP-Version
  2. Caching-Plugin
  3. HTTP/2 Protokoll
  4. Bilder & Komprimierung
  5. GZIP Kompression

Server und PHP-Version

Um die Auslieferungszeit von WordPress Seiten zu optimieren solltet Ihr als erstes einen Blick auf euren Server werfen.

Ein Wald- und Wiesenhoster wird nicht die gleiche Performance bringen wie ein Premium-Dienstleister in diesem Segment. Unsere Empfehlung: Lieber ein wenig Geld in die Hand nehmen und zu einem vernünftigem Hoster wechseln. Uneingeschränkt empfehlen können wir hier all-inkl mit seinen Tarifen ab 4,95€/Monat. Bitte wählt aber den Tarif für 7,95€ da dieser SSL-Zertifikate (https://) unterstützt sowie doppelte Rechenpower zu Verfügung steht.

Kunden je Server beim Hoster all-inkl

Hoster: Kunden je Server

Also die richtige Technik wie SSL/HTTPS, Rechenpower und Internet-Anbindung eures Servers bilden überhaupt erst die Grundlage, um weiter an der Webseiten-Geschwindigkeit arbeiten zu können.

Caching-Plugin

Disclaimer: Caching kann auf vielen Ebenen eingebaut werden. Die technisch anspruchsvollste geschieht auf dem Server – abgekoppelt von WordPress – via .htaccess Datei. Da wir uns in diesem Beitrag jedoch über WordPress-Plugins unterhalten, bleiben wir beim Thema und verwenden ausschließlich WordPress Plugins.

Wir verwenden Caching-Plugins um die Rechenpower des Servers zu schonen und die Webseiten-Ladegeschwindigkeit zu erhöhen. Technisch gesehen speichert solch ein Plugin Teile des von PHP generierten HTML Codes und liefert diese an Besucher aus. Die Inhalte müssen vom Server also nicht neu berechnet werden sondern dem Kunden wird eine vorab berechnete Seite ausgeliefert.

Dies bringt Vor- wie auch Nachteile mit sich.

Statische Seiten dessen Inhalt sich sehr selten ändert, sollten gepuffert werden. Inhalte die sich häufig oder ständig ändern, sollte hingegen häufig neu generiert und gespeichert werden. Dies betrifft beispielsweise Kalender, Blogs oder Wetterberichte.

Da Plugins häufig nicht entscheiden können, welche Seite eurer Webseite selten und welche häufig generiert oder gar nicht gepuffert werden soll, kann man in den Einstellungen des Plugins Seiten festgelegt werden, welche vom Caching ausgeschlossen werden.

Für die meisten Kunden verwenden wir W3 Total Cache oder Autoptimize. Autoptimize ist schlanker und einfacher von der Bedienung, W3 Total Cache hingegen bietet mehr Stellschrauben für individuelle Bedürfnisse.

HTTP/2 Protokoll

Seit längerem kreist das Gespenst HTTP/2 durch den Raum. Ähnlich wie bei IPv6 oder digitalem Satellitenfernsehen dauert die Einführung einer neuen Technik immer seine Zeit. So langsam unterstützen die meisten Browser und Server das HTTP/2 Protokoll und es kommt zu einer spürbaren Verbesserung der Reaktionszeit.

Kurzer Technikexkurs zu HTTP/1.1 und HTTP/2

Anders als beim Vorgänger lädt euer Browser die benötigten Bilder, Medien, Sounds usw. erst, nachdem er die HTML Seite heruntergeladen und analysiert hat. Dies führt nicht selten zu mehr als 100 Anfragen vom Browser zum Server.

HTTP/2 verbessert diesen Prozess indem mit der ersten Datei direkt alle benötigten Medienlinks mitgesendet werden. Hierdurch entfällt die Analyse durch den Browser. Mehrere Anfragen zu unterschiedlichen Dateien können ebenfalls zusammengefasst und Zeit eingespart werden.

Seit WordPress Version 4.6 verwendet WordPress dieses Protokoll standardmäßig wenn verfügbar. Solltet Ihr eine ältere Version verwenden, hilft euch dieses Plugin: HTTP/2 Server Push

Bilder & Komprimierung

Auf der Webseite von Jesse-Wiebe waren viele Bilder als PNG eingebunden. Dieses Format unterstützt Transparenz und ist ein verlustfreies Format für Bilder und Fotos. Die Dateigröße verliert man hierbei schnell aus den Augen. Insgesamt 23 Bilder haben wir von PNG auf JPG umgewandelt und die Komprimierung der Fotos dem Motiv und der Qualität angepasst. Mehr als 13 Megabyte an Daten konnten so eingespart werden.

Als Plugin eignet sich hier der EWWW Image Optimizer welcher verwendete Fotos automatisiert optimiert und verkleinert.

GZIP-Kompression

Gute Hoster verwenden standardmäßig die GZIP Komprimierung zur Webseitenauslieferung. Aktiviert ist dieses in der PHP.ini eures Hosters, um nun zu prüfen, ob eure Seite eventuell schon GZIP verwendet, nutzt diesen Service.

Sollte der Test bei euch fehlschlagen oder GZIP als deaktiviert anzeigen, hilft diese Beschreibung, um die Komprimierung zu aktivieren. jesse-wiebe.de spart durch GZIP immerhin fast 80% der Webseitengröße ein, was die Webseite unweigerlich schneller zum Kunden bringt.

Fazit zu den Jesse-Wiebe.de Optimierungen

Abschließend kann man sagen, dass der Aufwand sich in jedem Fall lohnt. Die Webseiten-Ladezeit hat sich insgesamt um 63 Prozent verbessert, dies nicht nur aufgrund weitreichender Abspeckmaßnahmen. Aktuelle Techniken wie das Anwenden von HTTP/2 sowie modernen Caching-Methoden führen mit gleichwertiger Gewichtung zum Ziel.

Verwendet Ihr Services wie pingdom.com zum testen der Server-Response-Zeit beachtet bitte, dass diese häufig kein HTTP/2 unterstützen, hier werdet Ihr auf diesen Plattformen also kaum Unterschiede erkennen können. Der erhöhte Verarbeitungsaufwand auf Serverseite schlägt sich häufig sogar negativ auf die Ladezeit nieder. Niemals auf eine Quelle zu hören ist hier der beste Rat, den ich euch mitgeben kann.

Schon nach kurzer Zeit werden sich die geleisteten Optimierungen in den Google-Rankings bemerkbar machen. PageSpeed und mobile Optimierungen sind 2018 weiterhin die größten Säulen, auf die Google eure Seite testet. Hier lohnt sich jede Stunde Arbeit.

JESSE WIEBE Fotografie & Film Resultat der Optimierungen

Autor: 1aWebmarketing

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